Jens Malling 19.10.2016 / Ausland

Zwischen den Fronten

An der westlichen Grenze der Donezker Volksrepublik kämpfen einstige Freunde jetzt gegeneinander

Die getarnten Gestalten schlendern zwischen den einfach eingerichteten Zimmern und den gemeinsamen Toiletten am Ende des Flurs hin und her. Durch die dünnen Wände wechselt sich das Geklapper von Badelatschen mit schweren Stiefelschritten ab. Das »Ekonom« ist eines der günstigsten Hotels Donezks und dementsprechend beliebt bei den Separatisten, die sich ein paar Tage von dem Krieg, der am Rande der Stadt tobt, erholen wollen. In ihrem zweieinhalbjährigen Bestehen hat die Donezker Volksrepublik (DNR) immer nur den Krieg gekannt.

Die kampfbekleideten Hotelgäste laden ihre Freundinnen zu sich ein oder telefonieren mit ihren Vorgesetzten. Das Grollen der Artillerie dringt leise durch die Fenster, wenn durch die Ausgangssperre die Straßen von Donezk nachts zwischen 23 und fünf Uhr morgens wie leer gefegt sind. Im kargen Licht des Korridors macht Ints Gersmanis vor seiner Tür halt und steckt den Schlüssel ins Schloss. Eine grüngesprenkel...

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