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Mexiko prüft Einsatz von anonymen Richtern

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São Paulo. Die nationale Menschenrechtskommission in Mexiko hat als Schutz vor Racheakten von Verbrecherkartellen den Einsatz von anonymen Richtern und Staatsanwälten gefordert, deren Gesicht und Name nicht erkennbar sein sollen. »Richter müssen jeden nur möglichen Schutz genießen, damit sie unabhängig ihrer Arbeit nachgehen können«, sagte der Kommissionsvorsitzende Luis Raúl González am Dienstag (Ortszeit) laut »La Jornada«. In Mexikos Drogenkrieg wurden in den vergangenen neun Jahren rund 80 000 Menschen getötet. In den vergangenen Monaten haben Einschüchterungen und Gewaltdrohungen gegen die Justiz in Mexiko zugenommen. Am Montag wurde der Richter Vicente Antonio Bermúdez ermordet, der auch gegen das Drogenkartell »Nueva Generación Jalisco« vorging. Zugleich ermittelte er zur Verschleppung und mutmaßlichen Ermordung von 43 Studenten vor zwei Jahren. Mexikos Ex-Präsident Felipe Calderon hatte bereits 2010 den Einsatz von anonymen Richtern vorgeschlagen. Der Vorstoß wurde aber vom Kongress abgelehnt. epd/nd

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