Massenfestnahmen in Äthiopien

Addis Abeba. In Äthiopien sind Hunderte Menschen inhaftiert worden. Rund 1600 Personen seien aus angeblichen Sicherheitsgründen festgenommen worden, berichtete der britische Sender BBC am Donnerstag. Bereits Anfang der Woche waren nahe der Hauptstadt Addis Abeba rund 1000 Menschen in Haft gekommen. In dem nordostafrikanischen Land gibt es seit Monaten Massenproteste gegen die autoritär herrschende Regierung von Ministerpräsident Hailemariam Desalegn. Seit vergangener Woche gilt in Äthiopien ein sechsmonatiger Ausnahmezustand, der es der Polizei unter anderem erlaubt, Personen für die Dauer des Notstands ohne Haftbefehl festzuhalten. Die Proteste hatten als Aufstand der bisher unterdrückten Bevölkerungsgruppen der Oromo und der Amharen vor einem Jahr in einigen Landesteilen begonnen. Sie entzündeten sich an Plänen der Regierung, Addis Abeba auf das Gebiet des Oromo-Volks auszuweiten. epd/nd

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