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Aller guten Dinge sind vier

Bei der inoffiziellen Tennis-WM erreicht Angelique Kerber das Halbfinale und steht vor dem krönenden Abschluss dieser langen Saison

  • Von Kristina Puck, Singapur
  • Lesedauer: 3 Min.

Nur noch zwei Schritte zum dritten großen Titel in diesem Jahr: Eindrucksvoll hat sich Angelique Kerber den Vorrundensieg bei den WTA Finals in Singapur gesichert und als erste deutsche Tennisspielerin seit Steffi Graf 1998 das Halbfinale erreicht. Mit dem 6:3, 6:3 gegen Top-Ten-Spielerin Madison Keys blieb die Erste der Weltranglisten ungeschlagen und hat nun am Samstag die Chance auf den Einzug in das Endspiel.

»Ich bin sehr glücklich, auch mein drittes Spiel gewonnen zu haben. Ein erster Schritt ist getan, jetzt freue ich mich auf Samstag«, sagte die US- und Australian-Open-Gewinnerin der ARD. In der Vorschlussrunde wartet Agnieszka Radwanska oder Karolina Pliskova auf die Kielerin.

Ihre Favoritenrolle bestätigte Kerber am Donnerstag, obwohl sie phasenweise nicht an ihr Topniveau heranreichte. »Ich habe versucht mich gut zu bewegen. Ich habe ein gutes Match gespielt und bin zufrieden mit meiner Leistung«, sagte die Linkshänderin mit den polnischen Wurzeln. Damit ist die 28-Jährige einmal mehr die letzte verbliebene Deutsche bei einem großen Turnier. Für Julia Görges kam im Viertelfinale der Doppelkonkurrenz das Aus, für Kerbers Fed-Cup-Kollegin ist die Saison dagegen beendet. Ihr Debüt bei der Tennis-WM endete an der Seite von Pliskova mit einem 4:6, 2:6 gegen die an eins gesetzten Französinnen Caroline Garcia und Kristina Mladenovic. Bis Sonntag wird die Bad Oldesloerin Zeit in Singapur verbringen. »Ich werde genießen, warum man hier ist. Dass das schon was Besonderes ist«, sagte die 27-Jährige.

Vor 18 Jahren scheiterte Graf in ihrem letzten Spiel beim WTA-Masters an Lindsay Davenport. Ihre Nachfolgerin will an bessere Zeiten Grafs anschließen, die die inoffizielle Weltmeisterschaft im Tennis insgesamt fünf mal gewinnen konnte. 20 Jahre nach Grafs letztem Sieg will Kerber nun auch triumphieren. Schon mit ihren Grand-Slam-Coups sowie ihrem Aufstieg zur Nummer eins war sie in die Fußstapfen ihres Vorbilds getreten. »Ein Vergleich zu Steffi ist immer schwer. Ich gehe meinen eigenen Weg«, sagte die Kielerin.

Ob Kerber es nun mit der polnischen Vorrundensiegerin Radwanska oder ihrer Kontrahentin aus dem Endspiel der US Open, der Tschechin Pliskova, zu tun bekommt, entscheidet sich am Freitag. Die beiden kämpfen um den letzten freien Halbfinalplatz. Neben Kerber bleiben Swetlana Kusnezowa und Dominika Cibulkova im Titelrennen.

Anders als ihre Halbfinalgegnerin wird die Olympiazweite vor dem nächsten Duell einen freien Tag genießen dürfen. Ein vermeintlicher Vorteil am Ende einer grandiosen, aber auch erschöpfenden Saison. Gegen Pliskova hat Kerber eine positive Bilanz (5:3), gegen Radwanska verlor sie einmal mehr als dass sie gewann (5:6).

Zum letzten Gruppenspiel hatte Kerber ohne allzu großen Druck den Platz betreten können. Die letzten Zweifel an ihrem Weiterkommen waren schon zuvor durch Cibulkovas Mithilfe ausgeräumt. Mit Problemen legte die Weltranglistenerste gegen die 21-jährige Keys los. Schwächen beim Aufschlag, die überwunden schienen, traten zutage. Doch Keys hatte noch mehr Schwierigkeiten, ihr Service zu halten. »Am Anfang lief mein Aufschlagspiel nicht so glücklich«, sagte Kerber - Satz eins ging dennoch an die Norddeutsche. Von einem 0:2 im zweiten Abschnitt ließ sich Kerber nicht irritieren. Nur noch einen Spielgewinn überließ sie ihrer Rivalin aus den USA. Dann beendete die Wimbledon-Finalistin nach nur 61 Minuten das Duell. 2012, 2014 und 2015 ereilte Kerber auf der Bühne der Top Acht des Jahres das Vorrundenaus. Beim vierten Mal marschierte Kerber nun durch. dpa/nd

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