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Wider den rechten Rollback

Lena Tietgen findet, dass es Zeit für eine neue Männerbewegung ist

Als in den 1980er Jahren in der alten Bundesrepublik die ersten Männergruppen entstanden, wirkte das nicht nur auf das konservative Spektrum befremdlich, auch innerhalb der Linken waren die Gesprächskreise und Initiativen, die ein »neues Männerbild« wollten, umstritten. Die Diskurse um Geschlecht, Sexualität, Macht und Gewalt haben damals nur einen Teil der Bevölkerung erreicht. Zwischen den Debatten in den Männergruppen und dem real gelebten Leben zur Zeit der Vollbeschäftigung klaffte ein Widerspruch, basierte der Wohlstand doch vornehmlich auf dem Modell des heterosexuellen Mannes als Alleinverdiener.

Ironischerweise brach erst die Durchsetzung des neoliberalen Wirtschaftsmodells verkrustete Strukturen und Moralvorstellungen auf. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften wurden juristisch legalisiert, die Elternzeit für beide Geschlechter eingeführt.

Subversiv, und in Teilen auch effizient, arbeiten heute sogenannte Identitäre an einem kulturellen Rollback. Die rechte Jugendbewegung agitiert mit originär linken Aktionsformen u.a. für die kulturelle Separation. Da ist es gut, dass Männergruppen nicht nur überlebt haben, sondern sich auch, wie der Verein »Dissens«, im Bildungssystem haben etablieren konnten. Wir brauchen mehr davon, wir brauchen eine Wiederbelegung des Diskurses um einen Blick der Männer auf ihre Rolle in der Gesellschaft - gerade auch in der Bildung.

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