»Kulturkampf gegen die aufgeklärte Moderne«

Demonstrationen für und gegen den neuen Sexualkunde-Lehrplan in Wiesbaden

  • Von Hans-Gerd Öfinger, Wiesbaden
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Als Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) im August einen Lehrplan zur Sexualerziehung an Schulen herausgab, hätte er sich kaum träumen lassen, dass christlich-fundamentalistische Kreise und CDU-Mitglieder aus Protest gegen das Vier-Seiten-Papier vor dem Ministerium aufmarschieren und zur Rebellion der CDU-Basis blasen würden. Den Stein des Anstoßes bildeten Aussagen im Lehrplan zur sexuellen Vielfalt. So die Vorgabe, im Unterricht »Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen« und Wissen über »unterschiedliche sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten« zu vermitteln.

Für das Aktionsbündnis »Demo für alle«, das gut 1500 Menschen vor allem aus Süddeutschland nach Wiesbaden mobilisiert hatte, sind solche Aussagen eine Kriegserklärung an die Ehe zwischen Mann und Frau und die Familie. Es waren vor allem Menschen aus gutbürgerlichen Kreisen, mehrheitlich im Seniorenalter. Der Fuldaer Bi...


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