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»Gärtner führen keine Kriege ...« im Sacrower Schloss zeigt, wie die DDR-Grenze eine Kulturlandschaft zerschnitt

  • Von Martina Jammers
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Wer heute an der barocken Sonnenuhr des Potsdamer Schlosses Sacrow steht, dem entfaltet sich ein vielgestaltiges Panorama, welches Natur und Bauwerke auf unnachahmliche Weise eint. Sacrow logiert gleichsam wie in einem Brennpunkt der vom Gartenkünstler Peter Joseph Lenné entwickelten Parklandschaft. In einer Fächer-Sichtachse laufen hier - von der Südseite des Schlosses - wechselseitige Sichtverbindungen zum Lustschloss der Pfaueninsel, zur Glienicker Brücke, nach Babelsberg, zur Stadt Potsdam wie auch zum Neuen Garten mit dem Pfingstberg.

Diese Idee, eine in Europa einmalige und mit zahlreichen Blickbeziehungen verbundene Kunstlandschaft inmitten des Wassers zu schaffen, geht auf den preußischen König Friedrich Wilhelm IV. (1775-1861) zurück. Mitsamt der Sacrower Heilandskirche, einer der reizvollsten »Landschaftskirchen« unter den etwa 300 von Friedrich Wilhelm IV. durch eigene Entwurfsskizzen beeinflussten Sakralbauten in Preußen, b...


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