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Brianna Cabano

  • Von Oliver Kern, Auburn Hills
  • Lesedauer: 2 Min.

»Ich mag erst 21 sein, aber ich weiß, dass dieses Land in die falsche Richtung läuft«, sagt Brianna Cabano. Die Hotelangestellte in Auburn Hills darf erstmals wählen, und ihren Worten zufolge bräuchten die USA unbedingt einen Wandel. »Ich habe von diesem Typen gehört, der den großen Crash von 2008 vorhergesagt hat, und am Ende dieses Jahres kommt der nächste, sagt er.«

Wie dieser Prophet heißt, weiß Cabano nicht mehr, aber sie glaubt ihm - was sie eigentlich zur Wunschwählerin von Donald Trump macht: jung, weiblich und nach Veränderung rufend. Doch Cabano wählt Hillary Clinton. »Trump ist einfach zu gefährlich«, sagt sie. Und an dem Crash können die Politiker sowieso nichts mehr ändern.

Cabano ist registrierte Demokratin, aber Clinton hält sie für »verrückt«. Ein moderaterer Kandidat der Republikaner hätte sie vielleicht dazu bewegt, die Seite zu wechseln. Doch nicht Trump. Dennoch könne sie Menschen verstehen, die anders denken. »Viele fühlen sich von den Politikern betrogen. Sie wollen mal was anderes, deshalb wählen sie Trump«, erklärt sie.

Ihr Großvater zum Beispiel. Der lebt in Troy. »Früher gab es da viel Ackerland, heute steht ein Haus neben dem anderen, weil Tausende Menschen aus Detroit in seine Vorstadt gezogen sind«, erzählt Cabano. Das gefalle ihm nicht. Und jetzt kommt einer, der verspricht, dass alles wieder so wird, wie es mal war. Ein Wandel in die Vergangenheit.

Wer sich fragt, wie - um alles in der Welt - die Amis nur so einen Mann wählen können, muss ihren Frust über den Status quo verstehen. Der ist oft stärker als die Abscheu vor einem an Makeln reichen Kandidaten. Bei Brianna Cabano hat es noch nicht ganz gereicht.

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