Werbung

Anschlag auf alternatives Zentrum in Chemnitz

Mitglieder des Lokomov vermuten Einschüchterungsversuch wegen eines NSU-Theaterprojektes

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Ein Sprengstoffanschlag wurde in der Nacht zum Dienstag auf das alternative Zentrum Lokomov in Chemnitz verübt. Die Explosion zerstörte eine Schaufensterscheibe samt Teilen des Fensterrahmens. Im Inneren des Gebäudes liegen weit verteilt Glasscherben herum, berichten Mitglieder des Zentrums, das sich dem Austausch zwischen Künstlern, Vereinen und sozial engagierten Menschen verschrieben hat. Eine im Gebäude befindliche Person berichtete von einem grellen roten Blitz, einem ohrenbetäubenden Knall und einer spürbaren Druckwelle. Die oder der Täter konnten unerkannt entkommen.

Die Mitglieder des Zentrums gehen davon aus, dass es sich um den Versuch einer Einschüchterung gehandelt hat. Derzeit finden Veranstaltungen im Rahmen des Theaterprojekts »Unentdeckte Nachbarn« statt. Es befasst sich mit den Verbrechen des Terrornetzwerkes Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU), der vor fünf Jahren aufgeflogen ist.

Das Lokomov war in vergangener Zeit immer wieder Ziel von rechtsextremen Anschlägen. Mehrfach wurden Schaufensterscheiben eingeschlagen und das Gebäude mit Farbbeuteln attackiert. Die Täter eines rechtsextremen Überfalls mit Körperverletzung seien unlängst zu mehrjährigen Bewährungsstrafen verurteilt, teilte das Zentrum mit. Seit ein paar Monaten würden Graffiti mit dem Schriftzug »Nazi-Kiez« und Aufkleber angebracht. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. hei

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!