Ein Sieg von Angst und Wut

Stephan Fischer über die Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA

  • Von Stephan Fischer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Vielleicht ist es noch zu früh, den USA nach »9/11« jetzt ein »11/9« zu attestieren – zu fern scheint die Vorstellung einer Präsidentschaft Donald Trumps derzeit noch, zu schwer wiegt der Schock. »Ich verstehe meine eigenen Leute nicht mehr«, sagt die US-amerikanische Politologin Joyce Mushaben im Interview mit dem Deutschlandfunk, und bittet den Moderator am Ende des Gesprächs, ihr ein Flugticket zu schicken. Was bis Dienstagabend deutscher Zeit noch eine scherzhafte Option gewesen sein mag, – seit Mittwochmorgen ist nichts mehr undenkbar. Die Website der kanadischen Einwanderungsbehörde brach unter den Anfragen aus den USA zusammen.

Vor einer Präsidentschaft Trumps kann man sich jetzt noch nicht einmal konkret fürchten – sie macht derzeit nur vielen Menschen Angst. Zu unberechenbar scheint ein möglicher präsidialer Kurs des Milliardärs, der sich selbst als politischen Outsider stilisiert. Aber die Äußerung des auf Wut, Hass und ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.