Die rechte Szene im Blick

Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum feiert 25-jähriges Bestehen

  • Von Johanna Treblin
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Tritt man durch die Tür, steht man mitten drin zwischen langen Regalreihen mit Büchern, Aktenordnern und Kisten voller Zeitschriften. Die britische Neonazi-Zeitung »Blood and Honour« ist darunter, das NPD-Organ »Deutsche Stimme«, die rechte Wochenzeitung »Junge Freiheit«. In den Regalen stehen Biografien über Adolf Hitler. Die Bibliothek in einer ehemaligen Fabriketage in Kreuzberg gehört zum »antifaschistischen pressearchiv und bildungszentrum berlin«, das dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert.

Die Mitarbeiter sammeln Literatur über Rechtsextremismus und -populismus ab 1945, Audiomitschnitte von rechten Demos und Kundgebungen und Neonazi-Fanzines sowie Widerstandsliteratur. »Oft werden nur Fotos von Demonstrationen aufbewahrt, will man die rechte Szene aber analysieren, braucht man auch Plakate, Flyer, Redenmitschnitte«, sagt Eike Sanders, die ehrenamtlich für das apabiz arbeitet. »Wir haben das Material, und wir stellen e...


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