Sebastian Weiermann 12.11.2016 / Politik

Polizeigewalt und NS-Verherrlichung in Remagen

500 Antifaschisten protestierten gegen einen Gedenkmarsch für die Internierten der Rheinwiesenlager

Seit dem Jahr 2009 marschieren in Remagen am Rhein jedes Jahr am Wochenende des Volkstrauertags Neonazis auf. Mit ihrem Trauermarsch erinnern sie an deutsche Soldaten, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs zu Hunderttausenden in den sogenannten Rheinwiesenlagern interniert wurden. Viele von ihnen litten unter Mangelernährung, auch die hygienische Situation in den Lagern war miserabel. Zwischen 8.000 und 40.000 der Gefangenen starben. Im Aufruf der Neonazis wurden daraus eine Million Tote.

So lang, wie die Neonazis in Remagen aufmarschieren, gibt es antifaschistischen Protest. Das Bündnis »NS-Verherrlichung stoppen!« organisierte auch in diesem Jahr eine Demonstration gegen den Naziaufmarsch. Über 500, überwiegend linksradikale Menschen nahmen an der Demonstration teil. In der Innenstadt von Remagen gab es zeitgleich eine Meile der Demokratie. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz sprach dort, und Schüler verkauften »...

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