Wer kommt für die Schäden auf?

Die Folgen der Klimaerwärmung sind längst spürbar. Beim UN-Gipfel in Marrakesch geht es auch ums Bezahlen

  • Von Susanne Götze, Marrakesch
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Vom Gelände der UN-Klimakonferenz in Marrakesch aus sieht man die Silhouette des Hohen Atlas am Horizont. Seit einigen Tagen sind die Gebirgsspitzen schneebedeckt. Auf 2000 Metern Höhe liegt abgeschieden das Dorf Tadmamt. Die Familie von Brahm Id Abdeslam lebt vom Anbau von Oliven, Kartoffeln und Gemüse. »Wir haben seit Jahren zu wenig Wasser«, klagt er. »Es regnet zu wenig und im Winter schneit es kaum.«

Id Abdeslam erzählt von früher, als die Winter in den Bergen noch lang und schneereich waren. Dieses Jahr hat er wieder nur eine magere Ernte einfahren können. Da bleibt weniger zum Verkauf und damit auch kein Geld für zusätzliche Ausgaben übrig. Von den Klimaverhandlungen, die 60 Kilometer weiter stattfinden, hat der Bauer gehört. Er hofft, dass sich bald etwas ändert, denn wenn es noch wärmer wird, ziehen immer mehr Menschen in die Städte und die Alten bleiben zurück.

Wegen der Dürre haben allein in Marokko in diesem Jahr ...


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