Werbung

Enttäuschende Technik

Simon Poelchau meint, dass die Bankenwelt vor allem gesellschaftlich und nicht technologisch reformiert werden muss

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Seit längerem schon geistert ein Wort durch die Welt, bei dem viele sich zunächst fragen, was es bedeuten soll: Fintech. Es ist ein Sammelbegriff für die kleinen oder größeren Startups im Finanzwesen, die neue, digitale Technologien wie Blockchains oder Geschäftsmodelle wie Crowdfunding nutzen.

Für Kritiker der Bankenwelt ist damit häufig der Wunschgedanke verbunden, dass diese kleinen smarten Klitschen womöglich bald die Großbanken obsolet machen könnten. Doch ist diese Hoffnung unbegründet, wie eine Studie der Unternehmensberater von Roland Berger zeigt. Der Großteil dieser Fintechs hat gar nicht vor, die Großbanken und Versicherungen zu verdrängen. Stattdessen hofft die überwiegende Mehrheit von ihnen, mit den etablierten Größen zusammenarbeiten zu können. Denn die Fintechs sind vor allem ganz normale Unternehmen, die besonders einen Auftrag haben: die Investoren glücklich zu machen. Und viele der Technologien, mit denen sie arbeiten, können auch angestammte Banken gut verbrauchen. Deshalb sind Fintechs und Etablierte wohl eher Geschäftspartner als Konkurrenten.

Kapitalismuskritische Technikenthusiasten dürften deswegen vielleicht etwas enttäuscht sein. Aber das eine oder andere globale Problem braucht wohl doch eher eine gesellschaftliche statt eine technische Lösung.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen