Werbung

Dündar und Gül geehrt

Hermann-Kesten-Preis

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Den türkischen Journalisten Can Dündar und Erdem Gül wird am Donnerstag der Hermann-Kesten-Preis der deutschen Autorenvereinigung PEN verliehen. Deren Vizepräsident Sascha Feuchert nennt die beiden »zwei mutige Kämpfer für die Meinungsfreiheit und die Demokratie, die weltweit zu Vorbildern geworden sind.« Der Preis, der in Darmstadt überreicht wird, ist mit 10 000 Euro dotiert. Allerdings werde nur Dündar die Ehrung persönlich entgegen nehmen, sagte Feuchert. Gül dürfe die Türkei derzeit nicht verlassen. Dündar war bis August Chefredakteur der Tageszeitung »Cumhuriyet«, Gül der Hauptstadtbüroleiter. Beide wurden im Mai in der Türkei wegen Geheimnisverrats zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. »Cumhuryiet« hatte geheime Dokumente veröffentlicht, die türkische Waffenlieferungen an Islamisten in Syrien 2015 belegen sollen. Das Verfahren läuft noch.

Mitglieder der »Cumhuriyet«-Redaktion und des Verlages sind seit Längerem harten Repressionen ausgesetzt. In deutschen Medien hatten Redakteure am Dienstag ein Plädoyer für einen freien Journalismus in ihrer Heimat veröffentlicht. »Wir Bürger dieses Landes brauchen die Meinungs- und Pressefreiheit, die für jedes demokratische Land unverzichtbar ist«, schrieb die Redaktion in einem in 30 verschiedenen deutschen Medien erschienenen Artikel. Die »Cumhuriyet« bezeichnet sich als ein Medium, das für »Demokratie, Laizismus, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Meinungsfreiheit« steht. Die Erdoğan-Regierung in der Türkei wolle allerdings »jeden, der ihr widerspricht, zum Schweigen bringen«, schreiben die Journalisten. Für Journalisten sei die Situation in der Türkei mittlerweile so tragisch, dass sie keine Scherze mehr erlaube. Die Überschrift des Artikels lautete: »Wir ergeben uns nicht«. Agenturen/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen