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Apfelbäumchen gegen Trump

In einem Radio-Interview schwärmte dieser Tage ein sogenannter Finanzinvestor von der schönen neuen Welt. In der werde es, so der gute Mann, keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mehr geben, keine verpestete Luft, keine Staus, keine Energieknappheit, sondern Autos, die strombetrieben leise, schnell und umweltfreundlich den modernen Menschen von A nach B bringen. In den kommenden Jahren würden wir eine regelrechte Explosion in diesem Bereich erleben. Natürlich werde diese Entwicklung nicht nur auf die USA und Westeuropa beschränkt bleiben, sondern den ganzen Globus erfassen und selbstverständlich sei der freie Handel dafür die unbedingte Voraussetzung.

Etwa zur gleichen Zeit verkündete der nächste US-Präsident Donald Trump, dass er ganz und gar auf Kohle, Erdöl setzen werde, damit Jobs für US-Amerikaner geschaffen würden und dass er den ganzen Quatsch vom freien Welthandel sowieso für ausgemachten Unsinn halte.

Man könnte dem Zukunftsfanatiker, von dem hier eingangs die Rede war, jetzt natürlich vorhalten, er habe den Schuss nicht gehört, der am 8. November in den USA mit der Wahl von Trump knallte. Man kann es aber auch mit Martin Luther halten. Der war bekanntlich ein Apokalyptiker und ging deshalb davon aus, dass die Chance auf das nahende Weltenende groß sei. Auf dieses hieß es sich aber gut vorzubereiten. Während andere aus Furcht handlungsunfähig geworden wären, sagte Luther: »Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, dann würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.« Oder eben E-Autos betanken. jam Foto: imago/Ikon Images

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