Kristin Palitza 29.11.2016 / Bewegung

Für eine Handvoll Euro

In Ghanas Goldgruben schuften Tausende Kinder unter gefährlichen Bedingungen zu Billigstlöhnen

Emmanuel Kofi ist elf Jahre alt. Doch seine Kindheit endete schon vor drei Jahren. Damals begann der Junge, in einer Goldmine zu arbeiten. Emmanuel gehört zu Tausenden Kindern in Ghana, die als billige Arbeitskräfte im Bergbau missbraucht werden und ihre Gesundheit riskieren.

Von morgens bis abends steht Emmanuel in der schlammigen Grube einer Aufbereitungsanlage in der zentralen Brong-Ahafo-Provinz, einer der wichtigsten Goldregionen Ghanas. Hier wäscht er abgebautes Geröll, um winzige Goldpartikel in einem Tuch aufzufangen. In einem zerrissenen T-Shirt, das schlaff von seinen schmächtigen Schultern hängt, mischt er die gewonnenen Partikel mit bloßen Händen mit hochgiftigem Quecksilber. Um das Gold wieder aus dem Gemisch zu trennen, erhitzt er die Flüssigkeit. Emmanuel weiß nicht, dass er giftige Gase einatmet.

Vom Staub, den die Steinmühlen produzieren, sind seine Augen rot und entzündet. Doch am meisten bereiten ihm die of...

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