Werbung

Mieter greifen ein

Wohnungsgenossenschaft »Bremer Höhe« in Berlin

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die Wohnungsbaugenossenschaft Bremer Höhe ist ein Kind der Berliner Finanzkrise. Im Oktober 1999 erfuhren Hunderte Mieter eines an der Schönhauser Allee im Bezirk Prenzlauer Berg gelegenen Häuserblocks, dass der Eigentümer, die städtische Wohnungsbaugesellschaft WIP, verkaufen wollte. Das Unternehmen scheute die hohen Sanierungskosten für den heruntergekommenen Häuserblock. Ende Januar 2000 gründeten 51 Bewohner die Genossenschaft. Am 1. Mai übernahm die Kooperative die 49 Häuser und 21 Grundstücke. Dieser Kraftakt im Hauruckverfahren gelang nur dank großer politischer Unterstützung.

Nach erfolgter Rettung der eigenen vier Wände machte es sich der Mieterzusammenschluss nicht einfach gemütlich im eigenen Nest. 2008 wurde nach längerer Diskussion unter den Mitgliedern ein Strategiepapier verabschiedet. Man wolle, so hieß es, »auch Bevölkerungsgruppen, die ein Interesse am solidarischen, nachbarschaftlichen und eigenverantwortlichen Wohnen« zeigen, die Teilhabe am genossenschaftlichen Modell ermöglichen. Hausprojekte in mehreren Bezirken gehören inzwischen ebenso zur »Bremer Höhe« wie Hobrechtsfelde, eine ehemalige Landarbeitersiedlung vor den Toren Berlins. Und sogar eine Wagenburg zählt zum Portofolio - in der Rigaer Straße in Friedrichshain. nic

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen