Hendrik Lasch, Leipzig 30.11.2016 / Inland

Sklavinnen an der Maschine

Leipziger Gedenkstätte für Zwangsarbeit besteht 15 Jahre / Buchpublikation zum Jubiläum

Zeichnung von Maria Brzecka-Kosk

Am 1. August 1944 war Maria Brzęcka-Kosk noch hoffnungsfroh. »Ich dachte, dass schon bald die Freiheit kommen würde«, schrieb die Schülerin, während in ihrer Heimatstadt Warschau der Aufstand gegen die NS-Besatzung losbrach. Was aber begann, war eine Reise ins Grauen. Die Deutschen schlugen die Revolte nieder; viele Polen wurden ermordet oder deportiert. Marie, ihre Mutter und drei Schwestern kamen nach Auschwitz, dann nach Buchenwald und schließlich nach Meuselwitz. Dort mussten die KZ-Gefangenen für die Hugo Schneider AG (HASAG) arbeiten - als Zwangsarbeiterinnen. Die 14-Jährige resümiert nüchtern: »Wir wurden zu Sklavinnen.«

Maria Brzęcka-Kosk war eine von sehr, sehr vielen. Geführt von dem fanatischen Nationalsozialisten Paul Buddin, der über beste Kontakte zur Führungsriege des Dritten Reichs verfügte, profitierte die HASAG in großem Umfang von der Ausbeutung von Zwangsarbeitern. Sie stellten zwei Drittel der 60 000 Beschäftigten, ...

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