Hans-Dieter Schütt 30.11.2016 / Kultur

Fühlend denken, denkend fühlen

Am 1. Dezember vor fünf Jahren starb Christa Wolf. Ein Band Briefe erzählt ihr Leben

Die Literatur von Christa Wolf setzt den Menschen hoch an, also: Sie lässt sich nie dazu verführen, ihn herabzusetzen. Trotz des Grundes, warum immer wieder so viel Unglück und Unverbesserlichkeit in die Welt kommen: weil die Leute lieber glücklich sein wollen als gut. Den Bittergeschmack des Lebens aber, ach, den lächelst, den diskutierst, den feierst du irgendwann nicht mehr weg. Darüber schreibt diese Schriftstellerin. In ihren Büchern - und in ihren Briefen. Texte aus wehrlosem Ernst, manchmal mit dem Anflug des mütterlich Pädagogischen. Schwankende Beständigkeit und beständiges Schwanken: Was nimmt dem Leben die Schwere - weniger Träume oder weniger Schmerzen?

Aus 15 000 Briefen im Nachlass von Christa Wolf hat Herausgeberin Sabine Wolf (nicht verwandt!) 483 Briefe ausgewählt - an die Familie, an Leser und Behörden, an Verleger und Politiker, an Kollegen und Freunde. Viel Prominenz aus DDR und BRD sowie Bürgerschaft aus Ost und Wes...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: