Josephine Schulz 30.11.2016 / Bewegung

Sicherheit ohne Staat

Verfechter von «Transformative Justice» kritisieren die Durchsetzung feministischer Anliegen über Polizei und Justiz

Viele FeministInnen stehen derzeit vor einem Dilemma. Das Thema sexualisierte Gewalt ist im Rahmen der Silvesternacht in Köln und dem Gina-Lisa Lohfink-Prozess auf die politische Tagesordnung gerückt und prominent in den Medien vertreten. Erst diese Ereignisse machten die von vielen geforderte Verschärfung des Sexualstrafrechts möglich. Ereignisse wie Köln sorgten aber auch dafür, dass das Anliegen, Frauen und sexuelle Minderheiten zu schützen, von Konservativen und Rechtspopulisten aufgegriffen wurde, nicht zuletzt um Stimmung gegen Migranten zu machen und Verschärfungen im Ausländerrecht durchzusetzen. FeministInnen stehen daher vor der Frage, wie sie damit umgehen sollen, wenn ihre Anliegen vereinnahmt, und in ihrem Namen vermeintliche Tätergruppen konstruiert werden.

Kleinere Initiativen, insbesondere von Women of Colour und Critical Whiteness-Gruppen haben in diesem Kontext ein Konzept aus den USA aufgegriffen, die «Transform...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: