Werbung

Karl-Heinz Schröter ist »Abschiebeminister«

Saarbrücken. Die Flüchtlingsorganisation »Jugendliche ohne Grenzen« hat den brandenburgischen Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) zum »Abschiebeminister 2016« gewählt. Den Negativpreis erhalte der Politiker unter anderem für unangekündigte nächtliche Abschiebungen und mangelnden Schutz in Flüchtlingsunterkünften, erklärte die Organisation am Montagabend bei einer Gala in Saarbrücken. Im vergangenen Jahr war der sächsischen Innenminister Markus Ulbig (CDU) zum Abschiebeminister erklärt worden. Schröter soll den Negativpreis, einen »Abschiebekoffer«, an diesem Mittwoch erhalten. Darin sind unter anderem ein »One-Way-Ticket« nach Afghanistan sowie eine kugelschutzsichere Weste. Nominiert waren neben Schröter der bayrischen Innenminister Joachim Hermann (CSU), Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD), der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) und Vorjahressieger Ulbig. »Jugendliche ohne Grenzen« wurde nach eigenen Angaben 2005 von jungen Asylbewerbern gegründet. epd/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!