Der Kampf des Prekariats

Der britische Ökonom Guy Standing legt eine Charta über politische, soziale und wirtschaftliche Ziele vor

  • Von Florian Schmid
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Seit Thomas Pikettys »Das Kapital im 21. Jahrhundert« weltweit Aufsehen erregte, erfreut sich die Ungleichheitsforschung großer Beliebtheit: Anthony Atkinson, ein Mentor Pikettys, hat mit »Ungleichheit« eine viel beachtete Studie zur globalen Einkommens- und Reichtumsverteilung vorgelegt, inklusive praktischer Ideen in Sachen Steuer- und Arbeitsmarktpolitik, um den neoliberalen Status quo aufzubrechen. Mit »Die ungleiche Welt« von Branko Milanovic, dem ehemaligen Chef der Forschungsabteilung der Weltbank, liegt eine interessante Studie zum Einkommen der globalen Mittelschichten vor, wenngleich das Buch in kapitalismuskritischer Hinsicht zahnlos ist.

Kaum Beachtung fand hingegen bisher das im Sommer erschienene Buch des britischen Ökonomen Guy Standing »Eine Charta des Prekariats«. Darin schreibt Standing, auf dessen Arbeiten der eingangs erwähnte Atkinson vielfach verweist, seine Studie »Prekariat - die neue explosive Klasse« fort...


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