Karin Leukefeld, Aleppo 30.11.2016 / Ausland

Aleppo will »Salama« - hundert Mal Frieden

Die Bevölkerung von Syriens zweitgrößter und zweigeteilter Stadt und ihre Sehnsucht nach Normalität

Auch der Parfum-Verkäufer hat sein Geschäft wieder geöffnet.

Es ist kalt geworden in Syrien. In der zweiten Novemberhälfte sinken die Temperaturen bis auf den Nullpunkt. Am Stadtrand von Homs, an der Straße nach Salamiye, haben die Soldaten die Wollmützen tief ins Gesicht gezogen. Ihre warmen Jacken sind fest verschnürt, immer wieder reiben sie die Hände aneinander, wenn sie die Papiere der Reisenden kontrollieren. »Nach Aleppo? Eine deutsche Journalistin«, fragt der junge Soldat ungläubig und beugt sich herunter, um einen Blick in den Wagen zu erlangen. »Herzlich Willkommen und gute Fahrt«, lächelt er dann.

Bei Salamiye zweigt die Schnellstraße nach Raqqa in Richtung Osten ab. Zunächst führt sie über sanfte Hügel durch Oliven- und Zypressenhaine, bis sie die Badia, die Wüste, erreicht. Dann zieht sie sich nahezu schnurgerade durch die endlose, trockene Weite. Hinter Scheich Hilal, einem Ort mit den markanten, pyramidenförmigen Lehmhäusern der Beduinen, säumen nur Armeeposten die Straße, di...

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