Caroline M. Buck 01.12.2016 / Kultur

Erbstück Uhr, Erbstück Missbrauch

Im Kino: »Die Hände meiner Mutter« von Florian Eichinger

Katrin Politt spielt eine Mutter, die zur Täterin wird.

Ein Mann und seine Frau (Jessica Schwarz) liegen eng umschlungen im Bett und flüstern miteinander. Er reagiert, sie insistiert. Und verwahrt sich dagegen, dass jetzt einfach alles so weitergehen könne wie bisher. So, als sei nichts geschehen. Vor dieser Szene gab es eine Familienfeier auf einem Ausflugsschiff. Ein an sich unbedeutender Vorfall führt zum Zusammenbruch des älteren Sohns des Jubilars. Sein kleiner Sohn hatte sich eine Schramme geholt, als er in der Obhut seiner Großmutter war.

Es sind die klassischen Muster für den Missbrauch durch Autoritätspersonen und nahe Anverwandte, die »Die Hände meiner Mutter« mit Sorgfalt und Genauigkeit aufblättert: das jahrelange Verdrängen und die plötzlich hereinbrechende Erinnerung. Ausgelöst dadurch, dass die nächste Generation ins Visier der Täter gerät. Das Entsetzen, die fruchtlose Konfrontation, die vergeblichen Hilferufe, damals wie heute. Das Hinterfragen der eigenen Identität - und h...

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