Karin Schmidt-Feister 01.12.2016 / Literatur
Literatur

»Wir kommen nicht vor«

Gottfried Fischborn: Leben und Kunst, Privates und Weltgeschichte fließen in seinen Notizen ineinander

»Wirklich, wir finden uns nicht wieder so, wie wir dachten und fühlten und heute denken und fühlen, da wir viel dazugelernt und das Urteil der Geschichte gründlich bedacht haben«, notiert Gottfried Fischborn am 20. Mai 2014 und zitiert Volker Braun: »in fünfzig jahren werden die archäologen nach uns graben.«

In Form eines Tagebuch-Blogs von Mai 2014 bis Mai 2015 beschreibt, analysiert der 78-jährige Autor seine Erfahrungen. Er gräbt tief, sprachlich präzise und meinungsstark nach dem eigenen Gewordensein. Überblendet mit aktuellen Zitaten aus Tageszeitungen, Fachzeitschriften, Briefen, Publikationen, fließen Leben und Kunst, Privates und Weltgeschichte ineinander.

Gottfried Fischborn, geboren 1936, aufgewachsen in Oschatz, war einer der führenden Theaterwissenschaftler der DDR, lange an der Leipziger Theaterhochschule »Hans Otto« tätig, nach deren Abwicklung seit 1992 an der Universität Leipzig sowie Gastprofessor am Deutsche...

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