Literatur

»Wie Charlie Chaplin, sagte Oma«

Ingolf Brökel: »Zündplättchen oder nach ’49«

Auf der letzten Seite das Foto eines zarten Jungen, allein auf holpriger Dorfstraße: Kurze Hose mit Trägern, weiße Kniestrümpfe, weißes Hemd - die Mutter hat ihn fein gemacht. Das Besondere aber ist, wie er nach oben blickt. Bewundert er ein Flugzeug, einen Vogel oder einfach nur die Wolken? Ein Hans Guck-in-die-Luft, der noch nicht ahnen kann, dass aus ihm einmal ein Physiker werden wird - und ein Dichter.

Es ist dies das zehnte Buch von Ingolf Brökel. Sieben Zeilen auf jeder Seite, darunter Fotos, die wohl absichtsvoll so bearbeitet sind, dass sie etwas Vages haben. Denn Kindheit ist doch schon wie ein fernes Meer, bei dessen Anblick man staunt, in dessen Tiefen inzwischen schon unbekannte Schätze lagern. Es ist ein Poem, weil der Autor in präziser, rhythmisierter Sprache einzelne prägnante Szenen aus dem Gedächtnis hervorholt. Die sind ganz privat u...

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