Ureinwohner von Erfolgsstory ausgenommen

Aborigines sind weitaus häufiger mit HIV infiziert als nicht-indigene Australier

  • Von Michael Lenz
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Im vergangenen Sommer jubelten australische Medien: Aids ist besiegt. Demnach kann der Ausbruch der Krankheit durch Arzneimittel in Schach gehalten werden. Möglich gemacht haben den Erfolg moderne Aidsmedikamente, erfolgreiche Aufklärung und Kampagnen für HIV-Tests als Voraussetzung einer möglichst frühen medizinischen Intervention im Fall einer HIV-Infektion.

Ausgenommen von der Erfolgsstory sind allerdings die australischen Ureinwohner. An den Aborigines sind die Kampagnen für Aufklärung, Tests und Therapien fast wirkungslos vorbeigegangen. Die Zahl der HIV-Neuinfektionen unter Aborigines habe Rekordniveau erreicht, heißt es in dem im November veröffentlichten Report des Kirby Instituts der Universität von New South Wales. In den vergangenen fünf Jahren habe sich die Zahl der HIV-Infektionen unter den indigenen Australiern verdoppelt. 2015 erreichten sie demnach gar den höchsten Wert seit 1992. Dagegen sind in der Gesamtbevölker...


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