Täuschung in Zeiten des Shitstorms

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Kampf ohne Machtbekenntnis

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Dass das Private politisch ist und das Politische privat, das galt vielen seit 1969 als Gemeinplatz. Ulrike Meinhof versuchte mit diesem Spruch, die meist von Frauen verrichtete »gesellschaftlich notwendige Arbeit« aufzuwerten. Heute ist es damit nicht mehr so einfach. Wer »politisch« als Synonym für »öffentlich« begreift, kommt in Zeiten der Entwicklung des Internets zum Leitmedium und der »Lügenpresse«-Shitstorms nicht umhin, die Sache kritischer zu beäugen.

Öffentlich und privat sind zwei Begriffe, die in ihrer Bedeutung voneinander abhängen, deren Ränder aber auch immer unschärfer werden. Der Charakter des öffentlichen Raumes verändert sich und die privaten Sphären differenzieren sich räumlich aus. Das Projekt »Portrait einer Landschaft« der Künstlerin Judith Saupper zeigt ab diesem Samstag und bis zum 21. Januar in der Galerie »Kunstpunkt« (Schlegelstraße 6, Mitte) eine Installation, die sich über mehrere Szenarien verteilt und die Darstellung von Katastrophen sowie ihre Wahrnehmung fokussiert.

Dabei steht der Aspekt der Täuschung im Zentrum. »Fake« wird nicht nur im Sinne von bewusster Täuschung inszeniert. Denn Täuschung findet auch unbewusst im persönlichen Erinnern statt. Das Gehirn produziert ständig Täuschung und lässt uns untätig werden, im Wortlaut Hannah Arendts »unpolitisch und nicht handelnd« im Privaten verharren. nd Foto: Judith Saupper

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