Für die Frauen bleiben nur die kleinen Schanzen

Skisprung-Olympiasiegerin Carina Vogt will sich in diesem Winter einen Traum erfüllen - und kritisiert den Weltverband

Sie haben die Wahl. Im Wahllokal und bei ihrer Lieblingszeitung. Damit das so bleibt: Linken Journalismus bitte bezahlen!
Kampf ohne Machtbekenntnis

Was soll das hier?

Linker Journalismus – das ist der Luxus, zur Bundestagswahl nicht nur die überall gleichen Agenturmeldungen zu lesen, sondern das Koalitionsgerangel aus einer linken Perspektive kritisch zu beobachten und zu beurteilen. Wir zahlen Reportern einen korrekten Lohn, recherchieren aufwendig für profunde Hintergründe, sprechen mit unabhängigen Experten. Das alles kostet Geld. Wenn Ihre persönliche Lage es zulässt, freuen wir uns deshalb, wenn Sie die Lektüre dieses Textes mit einem frei gewählten Obolus honorieren – oder unser Blatt gleich gedruckt oder online abonnieren!

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Minimum 5 Euro/Monat

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Jetzt nicht ...

Carina Vogt kämpft gerne für Gerechtigkeit, schon von Berufs wegen. Wenn die einzige Skisprung-Olympiasiegerin der Geschichte am Freitag in die neue Saison startet, hat die 24-Jährige daher auch gleich zwei große Ziele. Die Polizeimeisterin hofft auf WM-Gold - und mehr Anerkennung für ihren Sport.

»Wir haben noch viele Wünsche, weil das Frauen-Skispringen noch immer nicht vergleichbar ist mit dem Männer-Skispringen. Die vergangenen Jahre ist nicht so viel nach vorne gegangen, wie wir uns nach Olympia in Sotschi erhofft hatten«, sagte Vogt. Der Auftakt im norwegischen Lillehammer macht das Problem deutlich: Vogt und Co. springen von der kleinen Schanze, der große Bakken bleibt den Männern vorbehalten.

Nur zwei Mal dürfen die Frauen in diesem Winter auf eine große Anlage, im Januar in Oberstdorf und beim Saisonfinale in Oslo. »Es sind von der FIS wenige Zugeständnisse gekommen«, sagt Vogt. Auch eine Art Vierschanzentournee hatte die Schwäbin mal ins Gespräch gebracht, bislang vergeblich. Als Vorbild nennt sie das Frauen-Biathlon, das erst 32 Jahre nach den Männern olympisch wurde und längst ebenbürtig ist.

Noch unverständlicher ist der Verzicht auf ein Mixed-Springen. Bei der WM in Lahti gehört der gemeinsame Wettbewerb mit den Männern wieder zum Programm, irgendwann soll er olympisch werden. Im Weltcup dagegen findet er zum dritten Mal in Folge nicht statt. Auch Teamwettkämpfe sind Fehlanzeige, von einem Skifliegen, zumindest für die besten Frauen, ganz zu schweigen.

Und so konzentriert sich Vogt erst einmal auf das Sportliche. Ihre bisherige Karriere verlief kurios: Im Weltcup hat die Degenfelderin erst zweimal gesiegt, im vergangenen Winter gab es sogar keinen einzigen Podestplatz. Dafür hat sie die drei wichtigsten Wettkämpfe seit 2014 allesamt gewonnen. In Sotschi flog Vogt zu Gold, bei der WM 2015 in Falun wurde sie Weltmeisterin und holte zudem an der Seite von Severin Freund, Richard Freitag und Katharina Althaus den Titel im Mixed. Fehlt nur noch die Kristallkugel.

»Natürlich habe ich den Gesamtweltcup immer im Hinterkopf. Das ist der große Traum, der bisher noch unerfüllt ist«, sagt Vogt. Härteste Konkurrentinnen werden wohl Sara und Sarah: Die 20 Jahre alte Japanerin Sara Takanashi hat seit Einführung des Weltcups im Jahr 2011 unglaubliche 44 von 79 Wettbewerben gewonnen. Die Amerikanerin Sarah Hendrickson (22) wurde 2013 Weltmeisterin, ehe sie von schweren Verletzungen zurückgeworfen wurde und die vergangene Saison komplett verpasste.

Anders als Sara und Sarah hat Carina Vogt ihre großen Titel längst in der Tasche. Das könnte von Vorteil sein. »Ich muss niemandem mehr irgendwas beweisen«, sagt die Kämpferin für Gerechtigkeit: »Alles was jetzt kommt, ist Zugabe.« SID/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

jetzt abonnieren!

Wie? Noch kein Abo?

Na, dann aber hopp!

Einfach mal ausprobieren: 14 Tage digital, auf Papier, als App oder was weiß ich!

Jetzt kostenlos testen