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Aufgewachsen mit traumatisierten Eltern, die als Kinder Krieg und Flucht erlebt haben, ist die Generation der Kriegsenkel in den letzten Jahren verstärkt in den Blick geraten. Durch ihre Familiengeschichte und besondere Sozialisation haben viele von ihnen eine mentale Ausstattung entwickelt, die es ermöglicht, mit heutigen Herausforderungen besser umzugehen, meint die Therapeutin Ingrid Meyer-Legrand: »Die Kraft der Kriegsenkel. Wie Kriegsenkel heute ihr biografisches Erbe erkennen und nutzen« (Europa-Verlag, 256 S., geb., 18,99 €).

Als die Grünen 1980 die politische Bühne betraten, waren Aktivistinnen wie Petra Kelly für die DDR zunächst umworbene Partner in der Friedensbewegung. Doch als Verfechter einer blockübergreifenden Politik und wegen ihrer Doppelstrategie, neben dem offiziellen Dialog mit der SED Kontakte zur DDR-Opposition zu unterhalten, gerieten sie ins Visier der Stasi. Jens Giesicke und Andrea Bahr berichten über »Die Staatssicherheit und die Grünen. Zwischen SED-Westpolitik und Ost-West-Kontakten« (Ch. Links, 360 S., br., 30 €).

Ost oder West? In kaum einem weiteren Land der Welt spielten diese beiden Himmelsrichtungen für das Leben eines Menschen eine so fundamentale Bedeutung, dass heute noch unterschieden wird, ob ein Kind im Osten oder im Westen sozialisiert wurde. Dies konstatiert Werner Peplowski. Der letzte Vorsitzende der Gewerkschaft Druck und Papier in der DDR hat seine Autobiografie auf den Buchmarkt gebracht: »Nichts bleibt unterm Schnee verborgen. Ein Leben in der Kaderschmiede, als Gewerkschaftsführer und Handelsvertreter« (Verlag in Potsdam, 420 S., br., 24,90 €).

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