Spaltung zementiert

Internationale Libyen-Vermittler erfolglos

Kairo. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wird nach Ansicht des deutschen UN-Libyen-Vermittlers in dem Land trotz ihrer Niederlage als Territorialmacht gefährlich bleiben. »Viele Terroristen haben sich im Land zerstreut und Schläferzellen gegründet. Sie werden irgendwann wieder aufwachen«, sagte Martin Kobler gegenüber dpa. Dass die Dschihadisten an anderen Orten Libyens ein neues sogenanntes Kalifat aufbauen könnten, schließt er nicht aus. Seit dem Frühjahr hatten Milizen unter Führung der Einheitsregierung des Landes ein etwa 300 Kilometer langes Gebiet, das bis dahin unter Kontrolle des libyschen IS-Ablegers stand, erobert.

Der IS sei heute »praktisch verschwunden«, sagte Kobler weiter. »Das heißt nicht, dass das Problem aufhört.« Allerdings könne nur die...

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