Peter Kirschey 02.12.2016 / Berlin / Brandenburg

Auch in Mitte wird es eine Ulrichs-Straße geben

Klage vor dem Verwaltungsgericht zurückgezogen, die Kammer stellte das Verfahren ein

Ein jahrelanger Namensstreit löst sich in rosa Zufriedenheit auf.

Die etwa 500 Meter lange Straße führt durch Mitte und Tempelhof-Schöneberg vom Lützowplatz zum U-Bahnhof Nollendorfplatz und ist vom Namensgeber zweigeteilt. In Tempelhof-Schöneberg ist der neue Name Ulrichs seit Dezember 2013 bereits Realität. Doch in Mitte, wo ein gleichlautender Beschluss der BVV gefasst wurde, regte sich Widerstand. Eine Anwohnerin hatte geklagt. Diese Klage, die gestern vor dem Verwaltungsgericht verhandelt wurde, hatte aufschiebende Wirkung. Jetzt kann auch Mitte nachziehen und den neuen Namen einführen.

Der Streit um den Namenswechsel läuft schon über ein Vierteljahrhundert, als sich Bürger in Schöneberg intensiv mit der Biografie des preußischen Generals Karl von Einem beschäftigten. Einem war von 1903 bis 1909 preußischer Kriegsminister. Gutachten wurden in Auftrag gegeben, die zu dem Ergebnis kamen, der General sei ein Wegbereiter der Nazidiktatur gewesen und habe die Machtergreifung Hitlers nachdrücklich begr...

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