02.12.2016

Nachrichten - kurz und knackig

+++Geiselnahme nach Raubüberfall in Paris+++ Europol warnt vor IS-Anschlägen mit Autobomben in Europa +++ Neue Großdemonstration in Jakarta +++

sojus

Geiselnahme nach Raubüberfall in Paris

In einem Pariser Reisebüro hat ein bewaffneter Mann Medienberichten zufolge mehrere Geiseln genommen. Es handele sich um einen schief gelaufenen Raubüberfall, berichtete die Zeitung »Le Parisien« unter Berufung auf Polizeiangaben am Freitagabend. Einsatzkräfte seien vor Ort, twitterte die Pariser Polizeipräfektur.

Europol warnt vor IS-Anschlägen mit Autobomben in Europa

Die europäische Polizeibehörde Europol warnt vor Anschlägen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Europa. Dabei könnten auch Autobomben zum Einsatz kommen, erklärte Europol am Freitag in Den Haag. Bisher hätten Extremistengruppen wie der IS bei ihren Anschlägen in EU-Ländern noch keine »fahrzeuggestützten« Sprengsätze genutzt. Dies sei in Zukunft aber »vorstellbar«, weil die Dschihadisten dazu neigten, ihre Vorgehensweise im Nahen Osten zu »kopieren«. Bereits bei den islamistischen Anschlägen vom 13. November 2015 in Paris und vom 22. März 2016 in Brüssel hätten die Attentäter solche Sprengsätze zünden wollen, heißt es in dem Europol-Bericht über Taktik und Methoden des IS. Angesichts polizeilicher Maßnahmen hätten sie jedoch ihre Pläne geändert.

Neue Großdemonstration in Jakarta

Bei einer Großkundgebung in der indonesischen Hauptstadt Jakarta haben erneut mehr als 100.000 Muslime gegen einen christlichen Gouverneur protestiert, der sich abfällig über den Koran geäußert haben soll. Die Teilnehmer forderten die Festnahme und Inhaftierung des Politikers Basuki Tjahaja Purnama, der als Gouverneur die Hauptstadtregion Jakarta regiert. Es war bereits die zweite Großkundgebung gegen Purnama; nach der ersten Demonstration vor einem Monat hatte die Justiz angekündigt, Ermittlungen wegen des Verdachts auf Blasphemie gegen den Politiker aufzunehmen.

Russische Weltraumbehörde verliert Kontakt zu Raumtransporter

Die russische Weltraumbehörde Roskosmos hat kurz nach dem Start den Kontakt zu einem unbemannten Raumtransporter verloren, der zur Internationalen Raumstation ISS fliegen sollte. Exakt 383 Sekunden nach dem Start einer Sojus-Trägerrakete mit der Transportkapsel vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan sei die Verbindung abgebrochen, teilten die russischen Experten mit. Der Transporter Progress MS-04 hatte 2,4 Tonnen Treibstoff, Nahrungsmittel und Ausrüstungsgegenstände für die ISS geladen. Der Progress-Transporter sollte am Samstag um 17.43 Uhr (MEZ) an der ISS andocken, wo sich derzeit drei russische Kosmonauten sowie zwei US-Astronauten und ein französischer Raumfahrer aufhalten.

Von der Leyen will Bundeswehr für EU-Ausländer öffnen

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will die Bundeswehr für EU-Ausländer öffnen - auch gegen Widerstand aus der Truppe. In ihrer neuen Personalstrategie kündigt die CDU-Politikerin an, dafür die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. »In Ausnahmefällen sind wir auch bereit, EU-Staatsbürger auf ganz besondere Positionen zu setzen, die wir sonst nicht bedienen können«, sagte sie am Donnerstag nach der internen Vorstellung ihres Konzepts. Die Ministerin will zudem verstärkt Schulabgänger ohne Abschluss für die Bundeswehr gewinnen. Hintergrund für die Personaloffensive ist der Übergang der Bundeswehr von der Wehrpflicht- zur Freiwilligenarmee. Vor fünf Jahren war die Wehrpflicht ausgesetzt worden. Die Bundeswehr ist seitdem von weit mehr als 200 000 auf 177 000 Soldaten geschrumpft. Agenturen/nd

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