Dreieinhalb Jahre Haft

Für Richter ist der Fahrdienstleiter von Bad Aibling auch Opfer

  • Von Ralf Isermann, Traunstein
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Blick von Michael P. wirkt leer. Während Richter Erich Fuchs begründet, warum er ihn wegen des Zugunglücks von Bad Aibling zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt hat, schaut der Beschuldigte ohne äußere Regung geradeaus. Ist er nur Täter oder auch Opfer? Das ist eine Frage, die viele Prozessbeobachter im Landgericht Traunstein umtreibt. Für den Richter ist er beides - und für die Deutsche Bahn gibt es unbequeme Anmerkungen.

Dass P. für den Frontalzusammenstoß zweier Züge mit zwölf Toten und 89 Verletzten ins Gefängnis muss, findet am Ende des nicht einmal einen Monat dauernden Prozesses auch sein Verteidiger Thilo Pfordte »nicht überraschend«. Der hatte für seinen Mandanten eine Bewährungsstrafe gefordert. Doch das Plädoyer der Verteidigung, die ein »Augenblicksversagen« als mögliche Unfallursache sah, stand auf äußerst dünnem Eis. Das zeigt sich in der präzisen Urteilsbegründung, die Richter Fuchs über eine Stunde lang vorträg...

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