Rainer Balcerowiak 08.12.2016 / Kultur

Dieses Werk braucht keine Kirche

Johann Sebastian Bachs »Weihnachtsoratorium« mit den Leipziger Thomanern im Berliner Konzerthaus

Der Besuch einer Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach gehört für viele Menschen zu den Ritualen der Weihnachtszeit. Egal ob in einer großen Konzerthalle oder in einer Dorfkapelle, egal ob von renommierten Chören und Orchestern oder dem örtlichen Kirchenchor interpretiert - wohl kaum ein Werk der Musikgeschichte hat eine derartige Strahlkraft als klingendes Symbol für den christlichen Glauben an die Geburt von Jesus Christus erlangt. Aber auch weit darüber hinaus, denn dieses sechsteilige Oratorium, dessen einzelnen Teile zwischen dem 25. Dezember 1734 und dem 6. Januar 1735 in den beiden großen Leipziger Kirchen uraufgeführt wurden, ist Ausdruck der schier überbordenden, universellen Tonsprache des wohl größten deutschen Barockkomponisten.

Auch die Arbeitsweise von Bach spricht dafür, dass die Musik keineswegs ausschließlich im liturgischen Zusammenhang zu verstehen ist. 19 der 64 Nummern des Weihnachtsora...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: