Kiew entsorgt seine Geschichte

»Dekommunisierung« verbannt Monumente aus der Sowjetzeit aus dem Straßenbild

  • Von Denis Trubetskoy, Kiew
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Lange hat die Ukraine mit der angestrebten Dekommunisierung - also der Beseitigung von Monumenten und Straßennamen aus der Sowjetzeit aus dem Stadtbild -, die weiterhin auf Hochtouren läuft, sowohl national als auch international Schlagzeilen gemacht. Zuletzt wurde vor allem Warschau auf die fragwürdige Umbenennung des »Moskauer Prospekts« in Kiew in »Stepan-Bandera-Prospekt« aufmerksam.

Die Entscheidung der Kiewer Stadtverwaltung löste negative Reaktionen im Nachbarland Polen aus. Bei der Dekommunisierung geht es aber nicht allein um die Umbenennung der sowjetischen Bezeichnungen und die Demontierung der ebenfalls sowjetischen Denkmäler - eine ebenso wichtige Frage ist, was die Ukraine nun mit diesen abgerissenen Denkmälern macht.

Gerade darüber wird vor allem in der ukrainischen Hauptstadt Kiew in den letzten Wochen häufig diskutiert. Der Grund dieser Diskussionen ist recht simpel: Niemand weiß so richtig, wo die bereits de...


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