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Wasserkraft statt Regenwald

Brasiliens Regierungen setzen seit Jahren auf Großprojekte in Amazonien

  • Von Norbert Suchanek, Rio de Janeiro
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Cardoso, da Silva, Rousseff, Temer: Brasiliens Regierungen kommen und gehen. Die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes und der Savannen (Cerrado) geht immer schneller. Zwischen August 2015 und Juli 2016 fielen knapp 8000 Quadratkilometer Regenwald der Motorsäge und Brandrodung zum Opfer. Laut Daten des brasilianischen Weltraumforschungsinstituts waren es 29 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Gebetsmühlenhaft erklären Regierung und manche Umweltschützer die Rinderzüchter sowie den Fleischkonsum zu Hauptschuldigen. Tatsächlich sind die Abholzungen für Weideland nur die Folge einer seit dem Bau der Transamazonica-Straße in den 1960ern mit Steuergeldern und Gesetzen geförderten Kolonisierung Amazoniens. Brasiliens reformiertes Waldgesetz aus dem Jahr 1965 erlaubt, dass Landbesitzer 20 Prozent des Regenwaldes und 65 Prozent des Cerrado-Waldes abholzen dürfen. Überschreiten sie diese Menge, müssen sie höchstens mit einer minimalen Geld...


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