Michael Krämer, INKOTA 15.12.2016 / Politik
nd-Soliaktion 2016

Der Kakao kommt zurück an den Vulkan

Mit nachhaltigen Anbaumethoden entdecken die Menschen in El Salvador ein altes Kulturgut neu

Miguel Ulloa hat die Kakaobäume mitten in sein Kaffeefeld gepflanzt.

Archäologische Funde belegen: Schon vor fast 4000 Jahren kannten und konsumierten die Menschen in Mittelamerika Kakao. Später diente die begehrte Bohne sogar als Zahlungsmittel. Während der spanischen Herrschaft entwickelte sich Kakao zu einer wichtigen Kolonialware, zuerst als Luxusgetränk für den europäischen Adel und den Klerus, ab dem 19. Jahrhundert auch als Massenprodukt für das aufkommende Bürgertum. Doch während die Anbauflächen in vielen Ländern und Regionen der Welt wuchsen, passierte in El Salvador in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts genau das Gegenteil: Das Land verwandelte sich in eine »Kaffeerepublik«, der Kakao verlor immer mehr an Bedeutung.

So war es auch an den hoch gelegenen Ausläufern des Vulkans von San Miguel, den die Indigenen der Region Chaparrastique nannten. Kaffeeplantagen setzten sich durch, für lange Zeit waren hier nur noch vereinzelt Kakaobäume zu finden. Erst seit wenigen Jahren ändert sich d...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: