Werbung

Grenzen der europäischen Integration

Aert van Riel zu Kindergeldzahlungen an EU-Ausländer

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Führende SPD-Politiker wittern überall Sozialbetrug. Deswegen haben sie mit den Hartz-Reformen ein System entwickelt, in dem die Betroffenen ständig kontrolliert werden. Wer ein wenig Geld haben will, um nicht zu verhungern, der muss sich um eine Arbeit bemühen. So lässt sich der Leitgedanke des Förderns und Forderns beschreiben, der in vielen Bereichen noch immer die Politik der SPD bestimmt. Nun meint Parteichef Sigmar Gabriel, eine Gruppe entdeckt zu haben, die gegen diese Regeln verstößt: EU-Ausländer, die für ihren Nachwuchs das deutsche Kindergeld erhalten, obwohl die Kinder sich im Heimatland aufhalten. Gabriel will ihnen die Leistungen kürzen.

Für wie viele EU-Ausländer das Kindergeld tatsächlich der einzige Grund ist, um nach Deutschland zu kommen, lässt sich schwer nachweisen. Das von Gabriel angeprangerte Modell würde sich nur für kinderreiche Familien aus armen Ländern lohnen. Dass die Väter nicht auf großem Fuß leben können, weiß indes auch der SPD-Chef, der diese Personen in den »Schrottimmobilien« deutscher Städte verortet. Wenn es nach Gabriel ginge, sollen sie sich wohl nicht einmal mehr diese Unterkünfte leisten können. Stattdessen müssten sie in die Slums ihrer Herkunftsländer zurückkehren. Dieses Vorgehen wäre bezeichnend für die deutsche EU-Politik, die sich nur dann für die europäische Integration einsetzt, wenn es den eigenen Interessen entspricht.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!