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Kreml will Ermittlungen abwarten

Türkei macht Gülen für Mord verantwortlich

Istanbul. Der Kreml hält türkische Schuldzuweisungen nach dem Mord am russischen Botschafter in Ankara für verfrüht. »Moskau ist der Ansicht, dass erst die Resultate der Ermittlergruppe vorliegen sollten«, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow nach Angaben der Agentur Tass am Mittwoch in Moskau. Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu hatte zuvor berichtet, Außenminister Mevlüt Cavusoglu habe seinen US-Kollegen John Kerry darüber informiert, dass die Gülen-Bewegung für den Anschlag verantwortlich sei. Das wüssten »sowohl die Türkei als auch Russland«.

Peskow sagte, er rechne damit, dass die Ermittler die Drahtzieher des Mordes an Botschafter Andrej Karlow früher oder später finden würden. Die von Russland nach Ankara entsandten Experten nahmen unterdessen ihre Ermittlungen auf. Für die 18-köpfige Gruppe sind 120 Mitarbeiter der Polizei in Ankara abgeordnet worden, um mit dem russischen Team zusammenzuarbeiten. dpa/nd

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