Die Türen gut versperrt

MEINE SICHT

Zum Jahresende noch eine gute Nachricht: Die Zahl der Wohnungseinbrüche im Land Brandenburg ist gesunken. Zwar haben sogar mehr Täter versucht, in Wohnungen einzudringen. Es ist ihnen jedoch öfter nicht gelungen, weil die Bürger ihre Türen und Fenster besser gesichert haben. So sagt es die Polizei.

Nehmen wir an, es handelt sich nicht um einen statistischen Effekt und es ist auch keine Trickserei dabei. Dass Opfer die Taten nicht anzeigen ist bei Wohnungseinbrüchen unwahrscheinlich. Die Mühe spart sich vielleicht das Opfer eines Taschendiebstahls. Doch Wohnungseinbrüche werden in der Regel gemeldet. Allein wegen der Versicherung. Also: Es ist wirklich eine gute Nachricht, zumal die Aufklärungsquote zwar nicht zufrieden stellt, aber immerhin über dem Bundesdurchschnitt liegt.

Die Wohnungseinbrüche insbesondere im Berliner Speckgürtel sind neben den Autodiebstählen vor allem an der polnischen Grenze zuletzt eines der großen Kriminalitätsprobleme in Brandenburg gewesen. Auch bei der Bekämpfung der Autodiebstähle hat es Fortschritte gegeben.

Gänzlich verhindern lassen sich die Straftaten leider nicht. Da müsste an jeder Straßenecke ein Polizist stehen. Aber wer möchte das? Oder besser formuliert: Kein Steuerzahler würde das bezahlen wollen. Auf jeden Fall war es aber die richtige Entscheidung, den Stellenabbau bei der Polizei nicht fortzusetzen. Das kostet auch viel Geld. Aber die Schmerzgrenze war erreicht.

Dazu passende Podcast-Folgen:
  • ndPodcast
    Berliner*innen werden laut gegen Verdrängung / Außerdem: Brandanschlag gegen Hausprojekt / Tramlinie durch den Görli / Berliner Vermüllung
    • Länge: 00:16:57 Stunden

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung