Nahles wegen Rentenplänen unter Druck

Gewerkschaften sehen Gesellschaft gefährdet

  • Von Basil Wegener
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Mit Warnungen vor steigender Altersarmut drängen die Gewerkschaften auf ein radikales Umsteuern in der Rentenpolitik. Sie begrüßten die Pläne von Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) gegen einen Verfall des Rentenniveaus, sehen sie aber als ungenügend an. »Was wir brauchen, das ist ein echter Kurswechsel«, sagte der Chef der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Rund elf Millionen Arbeitnehmern drohten künftig Minirenten. »Das bedroht den Zusammenhalt der Gesellschaft.«

Ministerin Nahles hatte im November ein Konzept vorgelegt, nach dem das Rentenniveau bis 2045 nicht unter 46 Prozent, möglichst auch nicht unter 48 Prozent sinken soll. »Unsere Rentenkampagne hat schon Wirkung gezeigt«, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann dazu. Nötig sei aber ein Rentenniveau von 48, in einem weiteren Schritt von etwa 50 Prozent. Das Rentenniveau beschreibt den Abstand der Rente zu den Löhnen. Bsirske begrüßte, dass Frau N...


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