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Mosekunds Montag

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: 1 Min.

Herr Mosekund war mit einem Bekannten auf dem Weg zur Tagung des Arbeitskreises »Martin Luther und Thomas Müntzer«, als sie auf einer Parkbank eine Pause einlegten und verschnauften. In einiger Entfernung lagerten junge Menschen auf der Wiese, plauderten, nahmen alkoholische Getränke zu sich und rauchten Zigaretten, aus denen ein bläulicher Rauch entwich. Hin und wieder drang ein Wortfetzen ihrer Unterhaltung zur Parkbank herüber. »Was tun sie da?«, fragte Herr Mosekund. »Ich habe gelesen, sie nennen es chillen«, antwortete der Bekannte. »Soso«, sagte Herr Mosekund, »chillen. Das gab es, so weit ich weiß, zu unserer Zeit nicht.« Der Bekannte nickte. »Und das ist das Neue, das Vorwärtsweisende?«, fragte Herr Mosekund. »Sieht ganz so aus«, erwiderte der Bekannte. »Kommen Sie«, rief Herr Mosekund und erhob sich, »wir müssen. Um es mit einem Zitat aus Müntzers Zeit zu sagen: Die Alten fechten‘s besser aus.«

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