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Das Konzert der Maschinen

Thomas Bayrle im Kunstbau des Münchener Lenbachhauses

  • Von Georg Leisten
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Ohropax wäre gut. Das Rattern und Knattern kann auf Dauer nämlich ganz schön nerven. Im Münchener Kunstbau, dem unterirdischen Erweiterungskomplex der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, hat Thomas Bayrle einen laut dröhnenden Maschinenpark aus KFZ-Verbrennungsmotoren errichtet. Die feinen akustischen Untertöne der Skulpturen allerdings würden dem Besucher, der seine Gehörgänge schützt, entgehen. Denn zwischen dem Verkehrsgebrumm spülen die Lautsprecher auch ganz andere Klänge in die Ohren der Kunstfreunde. Bald italienische Opernpartien, bald französische Chansons. Und dazwischen immer wieder Gebete oder liturgische Choräle. »Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns ...«

Wer den 79-jährigen Altstar kennt, merkt spätestens hier auf. Gerade die monoton abgespulten Litaneien basieren auf jenem Prinzip der strukturellen Wiederholung, das Bayrles Arbeiten seit über einem halbem Jahrhundert prägt. In den 60er Jahren schuf der gebürt...


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