Alexander Isele 09.01.2017 / Politik

Nichtbetroffene bestimmen, was Rassismus ist

Tahir Della im Gespräch über Racial Profiling und die alltägliche strukturelle Fremdenfeindlichkeit in Deutschland

Weiße haben in Deutschland wenig Erfahrung mit polizeilichen Kontrollen. Schwarze schon. Der Grund dafür ist ein struktureller, meint Tahir Della.

Mit den Silvestervorfällen in Köln wird wieder über Racial Profiling geredet. Wie bewerten Sie das Vorgehen der Polizei in Köln?
Die Maßnahmen in Köln waren eine unmittelbare Reaktion auf die Vorfälle von Silvester 2015. Damals war die Polizei zum einen komplett überfordert, zum anderen kam sie nicht ihrer Aufgabe nach, Straftaten zu vereiteln beziehungsweise sie aufzuklären. Dadurch entstand ein großer Sicherheitsbedarf in der Gesellschaft. Vor allem bei Frauen, die von diesen Übergriffen vornehmlich betroffen waren. Ich begrüße natürlich den Versuch, sicherzustellen, dass solche Straftaten sich nicht wiederholen. Was jedoch nicht stattfinden sollte – in der aktuellen Debatte aber getan wird – ist, dass gesagt wird, in der Gesellschaft gibt es ein wachsendes Sicherheitsbedürfnis und dem dürfen wir Menschen- und Grundrechte unterordnen. Eine Gruppe nach phänotypischen Merkmalen zu kategorisieren und anzunehmen, dass aus dieser Gruppe,...

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