Werbung

Fusion der Kunstmuseen rückt näher

Cottbus. Das Kunstmuseum Dieselkraftwerk (dkw) in Cottbus und das Museum Junge Kunst in Frankfurt (Oder) bereiten sich auf ihre im Sommer geplante Fusion zu einem Landesmuseum vor. Ab Ende Januar zeigen die Häuser eine gemeinsame Schau, die aus beiden Depots stammt, teilte das dkw am Donnerstag mit. 2017 will das Cottbuser Museum insgesamt 13 Ausstellungen zeigen.

Unter dem Motto »Schlaglichter« werden das Dieselkraftwerk und das Museum Junge Kunst Werke aus ihren Sammlungen ab Ende Januar bis Mitte April am jeweils anderen Ort ausstellen. dkw-Leiterin Ulrike Kremeier sagte, man wolle verdeutlichen, welche Kunst wann und unter welchen Voraussetzungen in den Bestand der Museen kam. Zu den großen Unterschieden zähle, dass in Frankfurt (Oder) zu DDR-Zeiten mehr Bildende Kunst gesammelt, in Cottbus dagegen ein Fokus auf Fotografie und Plakatkunst gelegt worden sei. Als dritten Teil der Ausstellung zeigt das Kunstarchiv Beeskow Werke im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree).

Im Dieselkraftwerk dreht sich von Mai bis Mitte August unter dem Titel »Zirkuszauber« alles um Artisten, Clowns und Tiere. Die Werke stammen etwa von Marc Chagall, Pablo Picasso und Max Beckmann. Es sind rund 120 Arbeiten aus einer Dresdner Privatsammlung zu sehen; vor allem Zeichnungen und Druckgrafiken, aber auch Malereien.

Mit Schlüsselwerken der Moderne, die aus einer Sammlung in Köln stammen, rückt das Dieselkraftwerk ab Juli die Geschichte der Fotografie in den Mittelpunkt. Zu den Künstlern zählen Man Ray, El Lissitzky und Alexander Rodtschenko. Insgesamt rund 80 Werke zeigt die Schau »Paukenschlag der Moderne« bis Anfang September.

Das Dieselkraftwerk will laut Kremeier 2017 auch die Museumspädagogik stärken. Im vergangenen Jahr seien an die 35 000 Besucher gekommen. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln