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Sieben Tage, sieben Nächte

  • Von Gabriele Oertel
  • Lesedauer: 2 Min.

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Wie die meisten Menschen dieser stolzen Republik haben auch wir nd-Mitarbeiter in der Zeit, die seit mehr als einem Vierteljahrhundert aus unerfindlichen Gründen »zwischen den Jahren« heißt, darüber nachgedacht, wie wir entsprechend unserer 70-jährigen Tradition mit guten, ja höchsten Leistungen ins Wahljahr 2017 starten können. Denn auch bei uns gilt, ähnlich wie im Kanzleramt, im Willy-Brandt- und im Karl-Liebknecht-Haus: »Das Erreichte ist noch nicht das Erreichbare.«

Und weil der gute alte Wettbewerbsslogan aus längst verblichenen Zeiten »Aus jeder Mark, jedem Gramm Material und jeder Minute Arbeitszeit einen größeren Nutzeffekt« immer noch oder in Euro erst recht gilt, wollen wir am Berliner Franz-Mehring-Platz Tag für Tag noch entschiedener den Kampf mit dem Fehlerteufel aufnehmen. Gerade weil in unserem Verlag inzwischen weniger mehr produzieren und wir damit im real existierenden Kapitalismus durchsetzten, was die führenden Genossen dereinst erfolglos gefordert haben.

Zugegeben, nach der soundsovielten Rechtschreibreform ist es selbst für studierte Germanisten wie Journalisten nicht immer leicht, einen Treffer bei den gerade gültigen orthografischen Regeln zu landen. Und natürlich sind wir ein ums andere Mal beschämt, wenn uns doch wieder irgendetwas durchgerutscht ist, was es eigentlich nicht gedurft hätte. Wüssten unsere Leser allerdings, was ihnen durch das emsige und aufmerksame Wirken aufmerksamer Redaktionsmitarbeiter und ihren täglichen Kampf um eine gute Bilanz erspart geblieben ist, wären sie vielleicht manchmal gnädiger.

Die KPD/SU, Marius van der Luppe und Carell Gott haben es jedenfalls nicht in diese Zeitung geschafft. Auch die »Sinnflut«, Alians und andere »Turbolenzen« konnten gerade noch verhindert werden. Selbst auf so leseanreizende Überschriften wie »Polizei musste Jungbullen erschießen«, »Tillich räumt nach Suizid Fehler ein«, »Union fordert mehr Pädophilenstellen« und »Köpfe strecken ihre Fühler weit aus« haben wir nach längerem Zögern und homerischem Gelächter denn doch verzichtet.

Doch wir wollen im Wahljahr noch besser werden. Zu Ehren von Angela Merkel und all den anderen Führungspersönlichkeiten dieses Landes werden wir überholen ohne einzuholen - und auf jeden Fall abfahren auf emsige Fehlersuche (ohne schädliche Fehlerdiskussionen freilich). Wenn wir es schaffen, den guten alten Grundsatz »Jeder liefert jedem Qualität« durchzusetzen, hätten wir schließlich alle etwas davon: Redakteure wie Leserbriefschreiber. Gabriele Oertel

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