Apples Goldesel kommt in die Jahre

Das iPhone-Geschäftsmodell wird wegen des Trends zum Billighandy für den Konzern zu einer immer schwierigeren Gratwanderung

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Quizfrage: Wie viele iPhones hat der Apple-Konzern seit der Präsentation vor genau zehn Jahren verkauft? Antwort: ca. eine Milliarde und 40 Millionen. Und wie viele dieser Mobilfunkgeräte hat er produziert? Antwort: null.

Es ist eine der Erklärungen für die hohe Rendite, die Apple mit dem iPhone erwirtschaftet: Der US-Konzern aus dem Silicon Valley muss sich nicht selbst mit den teuren Maschinenparks oder mit Industriearbeitern in Niedriglohnländern herumschlagen. Dies übernimmt der Auftragsfertiger Foxconn, der gerade überlegt, ob er nicht Tausende unzufriedene Beschäftigte in China durch Roboter ersetzen soll. Was traditionelle Marxisten vor Rätsel stellt: Während das produzierende Gewerbe margenschwach ist, zieht Apple aus immateriellen Werten riesige Gewinne - der Marke sowie Patenten und Lizenzen, die beim Reduzieren der Steuerzahlungen äußerst hilfreich sind. Und das iPhone ist der Goldesel; rund 60 Prozent der Erlöse des Ko...


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