Die intelligentere Alternative

Finnlands Experiment mit Erwerbslosen geht am Ziel eines existenzsichernden Grundeinkommens weit vorbei

  • Von Ronald Blaschke
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Im Gegensatz zu früheren Berichterstattungen wird derzeit in den Medien sehr detailliert über das »Grundeinkommens«projekt in Finnland berichtet. Übereinstimmend wird angegeben, dass 2000 per Los ausgewählte Bezieherinnen und Bezieher von Erwerbslosenunterstützung (Arbeitslosengeld/-hilfe), die zwischen 25 und 58 Jahre alt sind, seit dem 1. Januar 2017 zwei Jahre lang monatlich ohne Auflagen einen Betrag von 560 Euro ausbezahlt bekommen. Die Differenz zur bisher möglicherweise höheren Erwerbslosenunterstützung wird gesondert gezahlt, auch sind weiterhin Zuschläge für die Miete (Wohngeld) oder für Kindergartenplätze möglich.

Zum Vergleich: 2015 betrug die Armutsrisikogrenze in Finnland 1188 Euro netto monatlich für alleinstehende Personen. Der bedingungslose Transfer liegt also mehr als die Hälfte unter der Armutsrisikogrenze von vor zwei Jahren.

An der Einkommenssituation der am Projekt Teilnehmenden ändert sich ohne Aufnahme...

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